Neben sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing und Myspace hat sich vor allem der Mikrobloggingdienst Twitter als riesiges Kommunikationszentrum im Internet etabliert. Das gemeinschaftliche „Zwitschern“ zieht immer mehr Menschen in ihren Bann. Allein in Deutschland sind es bereits knapp 500.000 aktive Twitter-Accounts, und der Trend zeigt weiter nach oben. Keine Frage, dass Twittern nun auch auf iPad und iPhone immer beliebter wird. Hierfür stehen bereits einige Twitter-Apps zur Verfügung, die den hohen Anforderungen an Design und Funktionalität gerecht werden sollen.

Twitter-App für iPadAm meisten überzeugen kann noch immer das Original unter den Twitter-Apps: Twitter für iPad und iPhone. Sämtliche wichtige Funktionen – vom Hochladen eigener Bilder und Videos über das Tweeten und Re-tweeten bis zum Ändern des eigenen Accounts – sind hier problemlos nutzbar. Neue Features erlauben dazu auch das Mitlesen von Beiträgen ohne eigene Anmeldung. Ob die Nutzer jedoch eine „Schnellleiste“ mit aktuellen Trends für das iPhone tatsächlich als „sehr cooles Update“ ansehen, wie das Unternehmen im eigenen Blog anpreist, bleibt noch fraglich. Mit der etwas unübersichtlichen Benutzeroberfläche hapern jedoch einige Twitterer schon länger.
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Twitterrific for TwitterAn dieser Stelle bietet die App Twitterrific (ebenfalls kostenlos für iPad und iPhone erhältlich) dank des 1-spaltigen Menus im Hochformat eine größere Benutzerfreundlichkeit. Auch hier – wie bei der offiziellen Twitter-App – lassen sich einzelne Tweets in der Timeline schnell und problemlos beantworten. Wer nicht nur in der Muttersprache bloggen will und umgehend wissen möchte, wenn irgendwo der eigene Name erwähnt wird, kommt mit Übersetzungsoption und Push-Funktion voll auf seine Kosten. Bei der Premium-Version können dazu mehrere Twitter-Accounts eingerichtet werden. Will man jedoch die Grundeinstellungen ändern, muss der Umweg über das Einstellungsmenü des iPads bzw. iPhones gemacht werden – das gibt eindeutig Punktabzug.
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„Liebevoll“ gestaltet und mit „ganz eigenem Charme“ versehen – was so romantisch daherkommt wie TweetBot in der entsprechenden AppStore-Beschreibung, muss eine besondere Alternative zu den konkurrierenden Twitter-Apps darstellen. Dem wäre kaum zu widersprechen: Das viel gelobte User-Interface und die schnelle Bedienung sorgen bei Optik und Handling für gute Laune. Das Schieben der Finger von links nach rechts und zurück sowie das Antippen von Tweets oder Menüleisten sollte gut beherrscht werden, angesichts der Vielzahl der aufrufbaren Infos und Buttons. Und schließlich kann TweetBot auch mit Diensten wie Instapaper und Cloudapp durchaus auftrumpfen.
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Fazit:
Falsch liegst du mit keiner der vorgestellten Twitter-Apps. Sowohl die „offizielle“ Twitter-App für iPad und iPhone wie auch Twitterific und TweetBot bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten zum schnellen Twittern mit allem Komfort. Im direkten Vergleich wird man TweetBot jedoch dank des UI einen kleinen Vorsprung einräumen können. Eines haben die Twitter-Apps jedoch alle gemeinsam: Mehr als 140 Zeichen sind nicht drin.