Surface - Microsoft präsentiert eigenen Tablet PCMit Hardware hat der Konzern unter Bill Gates bislang schlechte Erfahrungen gemacht. Eigentlich jedes Mal, wenn sich der Software-Moloch in der Vergangenheit daran gemacht hat, eigene Geräte auf den Markt zu bringen, war ein Flop so gut wie sicher. Beim jetzt präsentierten Tablet PC Surface könnte das erstmals anders sein. Das Surface kann sich durchaus mit dem Apple iPad der 2. und 3. Generation messen. Dem Presseecho auf die Präsentation war jedoch zu entnehmen, dass es Microsoft eher auf Marktanteile des Apple-Konkurrenten Android abgesehen haben könnte.
Das Microsoft Surface kommt in 2 Varianten. Die eine arbeitet mit dem Betriebssystem Windows RT, die andere mit Windows 8. Das Surface Windows RT ist in etwa so dick und so schwer wie das iPad. Es ist mit 32 oder 64GB großem Speicher zu haben. Das Surface Windows 8 Pro ist mit einer Dicke von 13,5mm und einem Gewicht von 903 Gramm dagegen deutlich massiver als das iPad. Es soll mit 64 oder 128GB großem Speicher erhältlich sein.
Das Microsoft Tablet ist in etwa so groß wie ein iPad. Das Display ist etwas breiter und insgesamt mit 10,6 Zoll (26,9cm) auch geringfügig größer als das des iPad. Dank integriertem Karten-Slot lässt sich die Speicherkapazität von 32, 64 oder gar 128GB noch erweitern. Dank USB-Anschluss ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten. Im Gegensatz zum iPad verfügt das Surface bereits ab Werk über einen eingebauten Ständer namens „Kickstand“. Der abnehmbare Bildschirmschutz „TouchCover“ fungiert zugleich als Tastatur mit Touchpad. Mit diesem mitgelieferten Zubehör setzt sich Microsoft von Apple ab. Der iPad-Hersteller überlässt die Bereitstellung solcher Funktionalitäten für seine Tablets meist dritten Anbietern.
Konkretes zum künftigen Preis der Geräte ließ Microsoft noch vermissen. Es hieß lediglich, dass man für das Surface nicht mehr als für vergleichbare Produkte der Konkurrenz über den Ladentisch schieben werden müsse.

Fazit:
Mit dem Surface bringt Microsoft das Tablet zu seinem Betriebssystem Windows 8 auf den Markt. Es kann sich von der Ausstattung her durchaus mit Apples iPad messen. Dabei bringt das Surface ab Werk einige Extras mit, die beim iPad zum Teil erst dazugekauft werden müssen. Ob es Microsoft mit dem Surface gelingt, die Kette von Misserfolgen beim Versuch, sich auch als Hardware-Anbieter zu profilieren, beenden? Man darf gespannt sein.