Die klassische Landkarte aus Papier ist angesichts der kostenlosen Web-Verfügbarkeit von Karten für praktisch jeden Winkel der Erde auf dem Rückzug. Wozu eine Faltkarte mit sich herumtragen, wenn man den Stadtplan auch online auf dem iPad betrachten kann? Immer mobiler werdende Hardware hat schließlich auch den letzten Vorteil der guten alten Landkarte wettgemacht. Was aber, wenn dort, wo die Karte gebraucht wird, kein Netz zur Verfügung steht oder man, z. B. wegen hoher Roaminggebühren, nicht online gehen möchte? Wenn Du hier nicht doch auf Papier zurückgreifen willst, bist Du auf eine Kartensoftware angewiesen, die auch offline funktioniert. Die Apps OffMaps 2 und ForeverMap zeigen Dir auf Deinem iPad auch ohne Internetverbindung den richtigen Weg. Beide nutzen Daten der Community-Projekte OpenStreetMap (OSM) und Wikipedia.

OffMaps 2
OffMaps 2 iPad AppBei OffMaps 2, das für iPad und iPhone angeboten wird, müssen nach der Installation die benötigten Stadtpläne einzeln heruntergeladen werden. Die ersten beiden Downloads sind kostenlos, jeder weitere kostet 0,79 €. Eine Flatrate gibt es für 4,99 €. Neben den Karten beinhaltet Offmaps 2 Wikipedia-Artikel und Fotos von Sehenswürdigkeiten. Per GPS kannst Du Deinen Standort auf der Karte anzeigen lassen. Eine Navigations- und Routenfunktion gibt es aber nicht. Optional ist es möglich, das örtliche ÖPNV-Netz samt Haltestellen einzublenden. Eine Besonderheit von Offmaps 2 ist die Einbindung des Dienstes Toptable.com, der Informationen zu beliebten Restaurants, Cafés und Bars wie Öffnungszeiten, Menüauswahl, Preise und Userbewertungen zur Verfügung stellt. Auch die Reservierung von Plätzen kannst Du über Toptable.com auf Deinem iPad durchführen.
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ForeverMap
ForeverMap iPad AppForeverMap bietet Kartendownloads für ganze Länder samt aller zugehörigen Stadtpläne an. Anders als bei Offmaps 2 ist es also nicht nötig, einzelne Städte auszuwählen. Das Kartenmaterial für die Länder Europas ist im Preis von 1,59 € bereits enthalten. In den Karten, die sich beliebig zoomen und drehen lassen, kannst Du nach Adressen und bekannten Locations suchen. Neben der Positionsbestimmung bietet die App, die ebenfalls für iPad und iPhone gleichermaßen zur Verfügung steht, auch eine Routenkalkulation für Autos und Fußgänger und eine Kompassfunktion an.
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Da beide Anwendungen auf die offenen Projekte OpenStreetMap (OSM) und Wikipedia zugreifen, wird oft kritisiert, dass die Genauigkeit der Karten stark schwanken kann. Für Orte, die in OSM besonders häufig bearbeitet werden, kann die Karte bezüglich Informationsbreite und Aktualität weit höhere Qualität bieten als jedes kommerzielle Produkt. Gegenteiliges gilt jedoch entsprechend für Regionen, die sich unter OSM-Usern geringerer Beliebtheit erfreuen.

Fazit
Trotz bekannten Vor- und Nachteilen, die der Zugriff auf Daten aus den offenen Projekten OSM und Wikipedia hat, bieten beide Apps ohne Zweifel eine Lösung, auf die viele gewartet haben, die den Stadtplan zu Hause lassen und stattdessen mit ihrem iPad unterwegs sein wollen.