Was als kleines Projekt des Schweden Markus Persson begann, wuchs 2010 unter dem Namen Minecraft zu einem wahren Block-Buster heran. Das independent Computerspiel sammelt bereits vor seiner geplanten Fertigstellung 2012 eine beachtliche Fangemeinschaft. In einer frei begehbaren, gigantisch anmutenden Welt, bestehend aus quadratischen Blöcken, ist Deine eigene Kreativität gefragt. Anstatt einen vorbestimmten Weg abzulaufen, oder eine durch strukturierte Geschichte zu erleben, bist Du in der Beta-Version von Minecraft Dein eigener Herr und kannst in dem Klötzchen-Sandkasten Deine wildesten Bauphantasien ausleben. Für jeden der nicht warten möchte, bis die Entwickler von Mojang Specifications Ihre offizielle Adaption für das iPad herausbringen, gibt es bereits jetzt vergleichbare Bausimulationen für das Tablet.

CubescapeIn Cubescape dreht sich alles ums Bauen
Diese Spiele-App richtet sich sowohl an Fans des Originals, wie auch an interessierte iPad Nutzer, die einen einfachen Zugang zum Spielprinzip von Minecraft suchen. Dazu sei allerdings gesagt, dass dieser Ableger die Komplexität um einiges abgeschwächt hat. Anstatt mit immer höher entwickelten Materialien und Werkzeugen zu hantieren, wählst Du in Cubescape lediglich das gewünschte Material aus einer Vorlage aus und fängst an beliebig drauf los zu bauen. Auch lässt sich die Welt nicht verändern, welche lediglich aus einer weiten ebenen Fläche besteht. Für 0,79 € fokussiert sich Cubescape auf die Erschaffung von Baukonstruktionen.
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Eden - World BuilderEden – World Builder zieht graphische Parallelen
Eden – World Builder geht einen Schritt weiter und lässt Dich neben dem Bauen von Gebäuden auch in gewohnter Minecraft Optik Löcher buddeln, Keller ausheben, oder Tunnel mit Dynamit sprengen. Ebenso werden hier die Welten bei der Erschaffung mit einem Zufallsgenerator kreiert. So heißt es eine Landschaft mit Bäumen, Bergen und Meeren zu entdecken und riesige Stadien zu bauen. Allerdings wurde bei der Umsetzung auf die Einsammlung von Rohstoffen verzichtet, sowie auf deren Weiterentwicklung. Genau wie bei Cubescape entfällt somit einiges vom komplexen Spielablauf. Ebenfalls für 0,79 € erhältlich, bietet Eden eine Adaption, welche versucht das Spielgefühl des Originals auf das iPad zu übertragen.
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World Explorer for MinecraftWorld Explorer for MineCraft
Mit MineCraft World Explorer von Robots and Pencils kannst Du Deine selbst gestalteten Welten auch auf dem Tablet besuchen. In diese iPad Version kannst Du auf PC/Mac erschaffene Welten importieren und erkunden, oder wie mit einem riesigen Lego-Bausatz neue Gebäude und Strukturen integrieren. Das Bauprinzip ist auch hier stark vereinfacht und funktioniert statt mit dem Abbau von Rohstoffen, auf der Basis einer simplen Vorauswahl. Darüber hinaus treten bei der Importierung der Bauprojekte zum Teil große Fehler in der Spielwelt auf. Viele Eigenheiten werden fehlerhaft oder gar nicht übertragen und umfassende Strukturen überschreiten die Leistungsfähigkeit der App, sodass an vielen Stellen das Tablet ins Stocken gerät.

Weiterführend fallen die üblichen Gefahren der nächtlichen Monster bei weitem geringer aus, sodass Du anstatt die Herausforderung zu suchen, in der iPad Version sprichwörtlich durch einen Sandkasten spazieren und herumprobieren kannst. Für 2,39 € ist zu hoffen, dass sich mit den folgenden Updates der Spielfluss von World Explorer verbessert.
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Fazit
Wer gern auch Unterwegs mit dem iPad an seinen Minecraft Projekten feilt oder ein vereinfachten Einstieg in die sehr komplexe Struktur der Bausimulation sucht, kann sich an einer der Tablet Adaptionen ausprobieren. Allerdings fehlen in allen Versionen maßgebliche Besonderheiten des Originals, wie bspw. die ‚Crafting‘ Funktion und die Entwicklung hochwertigerer Baustoffe. Während die Apps es größtenteils schaffen die gewohnte Minecraft Stimmung graphisch zu übertragen, solltest Du für das vertraute Spielgefühl lieber auf eine offizielle Adaption warten.