Ein Besuch im virtuellen Buchladen – Apples „iBooks“ für iPad und iPhoneWer als fleißiger Leser von klassischer und moderner Weltliteratur gerne auf tonnenschwere Werkausgaben oder schmucklose Reclam-Hefte verzichtet und darüber hinaus im digitalen Zeitalter angekommen ist, scheut auch nicht mehr vor traditionelle Schullektüre und aktuelle Bestseller auf iPad und iPhone zurück. Die kostenlose App iBooks von Apple bietet alles, was das literaturbegeisterte Herz begehrt – und kommt inzwischen mit der Version 1.3 auf den Markt. Doch wie ansprechend ist das Lese-Erlebnis mit iBooks im Vergleich zur „papiernen“ Alternative wirklich?

iBooks bietet einen integrierten iBookstore, aus dem sich der Nutzer seine Lieblingsbücher laden kann. Dabei kann er aus einem riesigen Sortiment von gratis verfügbaren Klassikern und kostenpflichtigen Verkaufsschlagern aus den aktuellen Charts wählen. Für letztere müssen dann schon mal teilweise bis zu 10 Euro investiert werden. Völlig kostenlos hingegen sind die Leseproben, über die Du Dir zunächst einen genaueren Eindruck vom entsprechenden Werk machen kannst. Im eigenen digitalen Bücherregal lassen sich die gekauften Bücher danach je nach Wunsch ordnen und sortieren. Auch PDF-Dokumente sind problemlos in die Bibliothek zu integrieren. Eine übersichtliche Seitennavigation, die Einstellungsoption für Schriftgröße, Schriftart und die Hintergrundfarbe sowie die Möglichkeit, Lesezeichen zu setzen und Textstellen zu markieren, dürften dabei als nahezu selbstverständlich erachtet werden.

Dieses gilt weniger für jene Neuerungen, die mit der Version 1.3 hinzugekommen sind: Ausgewählte Kinderbücher sind mit einer sogenannten Vorlesefunktion ausgestattet. Hier tragen „echte Sprecher“ die Texte vor – manchen Eltern bietet diese Funktion möglicherweise eine willkommene Unterstützung. Auch die Wiedergabe von integrierten Audio- und Videoaufnahmen stellt eine sinnvolle Ergänzung dar; multimediales Lesen wird hiermit auf jeden Fall ermöglicht.

Fazit: Keine Frage: Die Zahl der E-Book-Befürworter nimmt allmählich zu, vor allem auch wegen des großen Erfolgs des Amazon Kindle. Praktisch und preiswert ist das digitale Lesen allemal, doch können Belletristik, Sachbücher oder die Dramen großer deutscher Dichter auch auf iPad und iPhone Spaß machen? Dank der App „iBooks“ kann man die Frage mit „ja“ beantworten: Bedienung und Funktionen sind vorzüglich und ausgereift, die Graphik ist dagegen dezent, aber ansprechend und somit durchaus als Zugeständnis an die skeptischen Anhänger „analoger“ Bücher zu verstehen. Kurzum: Mit der App „iBooks“ werden die klassischen wie modernen Meisterwerke ihre Wirkung auf den Leser nicht verfehlen.

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