Der Klassiker unter den deutschen Jugendzeitschriften wagt sich ins mobile Internet vor: die BRAVO hat ab sofort ihre eigene App. Wie es bereits andere Publikationen vorgemacht haben, umgeht die Zeitschrift dabei die Vermarktungsplattformen App Store und Android Market und präsentiert ihre mobile Version als „Web-App“ auf HTML5-Basis. Die BRAVO-App verwendet dabei dieselbe Adresse wie die Online-Version der Zeitschrift. Beim Aufrufen der Seite bravo.de wird automatisch erkannt, dass es sich um ein mobiles Endgerät handelt und die Version BRAVO mobile wird aufgespielt.

Wie die Print-Version der Zeitschrift versorgt auch die App ihre jugendlichen Leser mit allen Informationen, die man als Teen braucht: die letzten News über die derzeit angesagten Stars, welche Klamotten gerade hip sind und – nicht zu vergessen: die allerneusten Ratschläge vom sagenumwobenen Dr. Sommer-Team kommen so auf Dein iPad. Dazu werden die Top-Meldungen der sechs BRAVO.de-Channels auch auf BRAVO mobile zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus verspricht die Redaktion Tests, Quizzes und Gewinnspiele auf der mobilen Version. Auch ist jeden Tag die neue BRAVO Web-TV-Sendung hier zu sehen.

Die Bauer Media Group, zu der BRAVO gehört, erklärte den Start der App mit der steigenden Zahl an Zugriffen, die von mobilen Geräten aus auf die BRAVO-Website getätigt würden. Im Mai dieses Jahres seien es 120.000 Visits vom Smartphone oder iPad aus gewesen. Das entspricht 5% des gesamten Traffics. Den Schritt ins mobile Dasein macht BRAVO verhältnismäßig spät, wie bisweilen angemerkt wird. Unter den Jugendzeitschriften mit Schwerpunkt auf Star-News, die sich an weibliche und männliche Leser richten, ist die Zeitschrift mit mittlerweile 55 Jahren auf dem Buckel gleichsam ein Pionier im digitalen Zeitalter. Der größte Konkurrent, Springers Popcorn, verfügt nicht einmal über eine vollwertige Online-Version, während man in diesem Zusammenhang vom nach Printauflage drittplatzierten Magazin Hey! gar nicht zu reden braucht.

Fazit: Mit BRAVO mobile ist ein weiteres traditionsreiches Printmedium als Web-App auf HTML5-Basis im mobilen Netz vertreten. Die Jugendzeitschrift trägt so dem Trend Rechnung, dass immer größere Teile der Zielgruppe mit Smartphone oder iPad ausgestattet sind und so immer häufiger auch mobil auf die Angebote der von ihnen favorisierten Medien zugreifen.