iPad 3: die wichtigsten FaktenHeiß ersehnt wurde die Präsentation den neuen iPad, die schließlich am 7. März über die Bühne ging. In den Wochen und Tagen davor war – wie sollte es auch anders sein – natürlich heftig spekuliert worden darüber, wie das neue Apple Tablet wohl aussehen mag und welche neuen Features es mit sich bringen wird. Jetzt ist es also raus. Die wichtigsten Fakten zum iPad 3 präsentieren wir Dir hier noch einmal in würziger Kürze:

Als so gut wie sicher galt, dass das neue iPad ein hochauflösendes Retina-Display haben würde. Und so kam es dann auch. Das neue Gerät verfügt über das 4fache der Anzahl an Pixeln, mit der das iPad 2 bisher arbeiten konnte. Im Vergleich zum hochauflösenden Fernsehen sind es 1 Million Bildpunkte mehr, was für ein Display dieser Größe ziemlich faszinierend ist. Zudem ist die Farbsättigung um 44% gesteigert.

Ein besseres Bild erfordert logischerweise auch einen leistungsfähigeren Prozessor. Der A5X mit Quad-Core-Grafikprozesssor leistet das Doppelte des bisherigen Prozessors A5. Die höhere Rechenleistung, die ja zu großem Teil für das bessere Bild aufgewendet wird, macht sich bei rechenintensiven Anwendungen wie Bild- und Videobearbeitung bemerkbar. Davon abgesehen ist der Unterschied aber kaum zu spüren.

Mit seiner 5MP-Kamera schließt das iPad 3 nicht ganz zum iPhone auf, das ja inzwischen über eine 8MP-Kamera verfügt. Dennoch ist dies eine deutliche Verbesserung gegenüber der Kamera des iPad 2, das gerade mal 1MP auf die Waage bringt. Im Grunde ist aber die Kamera beim iPad auch eher Nebensache. Es wird schließlich kaum jemand auf die Idee kommen, das iPad explizit zum Fotografieren mit aus dem Haus zu nehmen. Dafür ist das Format einfach zu unhandlich.

Apropos Format: Die Maße des neuen iPad haben sich im Vergleich zu seinen Vorgängern kaum geändert. Nur ein bisschen schwerer ist es geworden. Von der Dicke her liegt es zwischen iPad 1 und iPad 2.

Was die Spracherkennung angeht, so hat Apple entgegen einiger Spekulationen nicht den Sprachassistenten Siri, der auf dem iPhone zur Verfügung steht, für sein neues iPad übernommen. Stattdessen gibt’s eine eigene Spracherkennung, die es ermöglicht E-Mails und anderes zu diktieren. Auch Apps von Drittanbietern können so per Stimme gesteuert werden.

Das neue iPad ist LTE-fähig, es unterstützt also den neuen Mobilfunkstandard, der auch als „4G“ bezeichnet wird. Der Haken an der Sache ist lediglich, dass die in Deutschland angebotenen iPads der neuen Generation dem Modell für den amerikanischen Markt entsprechen und somit auf die dort üblichen Frequenzen eingestellt sind. Wer sich also jetzt ein iPad 3 zulegt, der wird in Deutschland nicht mit der größtmöglichen Geschwindigkeit von 73 Mbit/s surfen können. Durch die Kompatibilität mit dem Standard DC-HSPA kommst Du aber zumindest auf einen gesteigerten Speed von maximal 42 Mbit/s. Wer großen Wert auf die LTE-Kompatibilität legt, der sollte vielleicht noch ein bisschen mit der Anschaffung warten.

Apple hat bereits einige seiner Apps überarbeitet, um sie für das Retina-Display des neuen iPad zu optimieren. So etwa die Bildbearbeitungs- und -organisations-App iPhoto oder die Anwendungen iMovie, GarageBand etc. Für die bisherigen Apple Tablets konzipierte Anwendungen kommen auf dem neuen Gerät etwas verwaschen daher, da für die Anzeige auf dem HD-Display schlicht hochgerechnet wird.

Fazit:
Ganz klar im Vordergrund steht beim iPad der neuen Generation die drastisch verbesserte Auflösung, die ein beeindruckendes Bild hervorbringt. Einen Wermutstropfen für Käufer in Deutschland stellt wohl die bislang nicht gewährleistete Kompatibilität mit dem deutschen LTE-Standard dar. Wer auf dieses Feature großen Wert legt, sollte mit der Anschaffung noch warten, bis hier Abhilfe geschaffen wurde.