Blackberry Playbook wenige Tage vor dem Verkaufsstart – Was taucht das Gerät?Das im vergangenen Sommer vorgestellte Blackberry Playbook von Research in Motion (RIM) ist eines der wenigen Tablets, die als würdige iPad-Konkurrenten betrachtet werden. Jedoch verbreiten sich wenige Tage vor dem Launch in den USA und Kanada immer mehr kritische Stimmen.

Gerüchten zufolge kommt das Touchscreen-Tablet ohne Email-Funktion, für die Blackberry Smartphones bekannt wurden – sicher eine Enttäuschung für die Kunden, die zum Tablet  wechseln und gewohnte Funktionen erwarten. Native Anwendungen für E-Mail, Kalender und Kontakte sollte erst ein zukünftiges Software-Update auf Playbook bringen. Wann das Update verfügbar sein sollte, ist noch unklar.

Dafür dürfen sich die Playbook-Nutzer auf Android- und Java-Anwendungen freuen, die das Blackberry Tablet OS unterstützen wird. Hierzu wird RIM zwei optionale App-Player anbieten, die das Herunterladen der Android- und Java-Anwendungen aus der Blackberry App World aufs Tablet ermöglichen. Offen bleibt, ob diese Zusatzanwendugen problemlos auf dem Playbook laufen können. Auch wird man weder Blackberry-Apps, noch Android- oder Java-Apps zum Start auf dem Gerät verwenden können. Denn erst ab Sommer 2011 wird das kanadische Unternehmen die optionalen App-Player anbieten.

Ebenso im Display-Vergleich verliert das Blackberry Playbook Punkte an das iPad oder Motorola Xoom. Seit der Erscheinung des ersten Gerätes müssen die Tablets Ihre Position gegenüber Notebooks und Netbooks verteidigen. Bei einem ausreichend großen Display kann einiges auf dem Tablet bewältigt werden. Playbook’s kleines 7-Zoll-Display hat dagegen zwar Vorteile bei der Gewichtsreduktion oder Bedienung mit einer Hand, ermöglicht aber kaum mehr als ein Smartphone.

Fazit:
Das Blackberry Playbook erscheint am 19. April in den USA und Kanada und wird preislich mit dem iPad 2 vergleichbar sein. Die 16GB-Version kostet 499USD, 32GB sind für 599USD und 64GB für 699USD zu haben. Wann das Tablet auf den anderen Märkten erhältlich sein wird, ist noch nicht bekannt. Im Vergleich mit dem iPad 2 oder dem Motorola Xoom weist das Playbook einige Schwächen auf – Funktionen wie E-Mail oder UMTS werden erst mit Verspätung eingeführt, die Display-Größe erinnert eher an ein großes Smartphone. Bei der Etablierung auf dem wachsenden Tablet-Markt, der vom iPad dominiert wird, könnte die Kompatibilität mit Android- und Java-Apps helfen, aber nur wenn diese gut umgesetzt werden.