Wieviel Glukosesirup enthält ein Müsliriegel? Wo erwerbe ich preiswerte Playstation 3-Spiele? Und was ist im Netz an Testberichten zu den neuesten Digitalkameras zu finden? Auf all diese Fragen gibt es für den iPad- und iPhone-User mit nur wenig Mühe die passenden Antworten. Apps wie Barcoo und Woabi machen Angaben zu Preisen, Inhaltsstoffen und Produktempfehlungen, quer durch den ganzen Supermarkt und sämtliche Kaufhaus-Etagen. Wir stellen die beiden Apps vor:

BarcooBarcoo – die App als Produktdetektiv
„Scan dich glücklich“, fordern die Entwickler von Barcoo UG mit ihrer gleichnamigen App barcoo für iPad und iPhone den Konsumenten auf. Ob die Angaben den User tatsächlich glücklich machen können, bleibt offen – die Anwendung der kostenlosen App sollte jedoch mindestens für eine gewisse Zufriedenheit sorgen. Mit Hilfe des iPads oder iPhones werden unzählige Produktinformationen erfasst und ausgewertet, und das geht ganz unkompliziert: Die Kamera wird einfach über den Strichcode des jeweiligen Artikels gehalten. Prompt steht dem Nutzer ein Menü zur Verfügung, über das er sowohl online die Preise der gewünschten Produkte vergleichen als auch umfangreiche Infos sowie Testberichte (u.a. von der Stiftung Warentest) aufrufen kann. Hierzu gehören Angaben zu Inhaltsstoffen von Lebensmitteln, wie z.B. mittels der sogenannten Ampel-Kennzeichnung, bei welcher Nennungen wie Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz nach niedrigem, mittlerem und hohem Gehalt kategorisiert werden. Weiterhin liefert die Barcoo-App Infos über die Platzierung eines Produkts im Öko-Ranking, über den Verdacht von Lebensmittel-Plagiaten sowie ungesunde Aromastoffe in Erdbeerjoghurts oder Kartoffelchips. Und nicht nur das: Die App ermittelt seit einiger Zeit auch Eier, die mit Dioxin belastet sind. Nachdem der auf jedem Ei aufgedruckte Code eingegeben wurde, lässt sich überprüfen, ob man das Produkt eines verseuchten Hofes in der Hand hält oder nicht – nach dem großen Dioxinskandal Anfang des Jahres ein äußerst verbraucherfreundliches Feature. Wer zukünftig lieber auf Bio-Eier ausweichen will, bekommt auch hier Hilfe vom „Produktdetektiv“ Barcoo.
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WoabiWoabi – Scannen & Shoppen
Die Konkurrenz aus dem Hause checkitmobile GmbH liefert mit ihrer ebenfalls kostenlosen App woabi für iPad und iPhone mehr Service für Schnäppchenjäger als für Gesundheitsbewusste. Doch gerade in der übersichtlichen Darstellung der preisgünstigsten Produkte liegt die Stärke dieser App. Auch hier wird als erster Schritt der Barcode des gewünschten Artikels durch die Kamerafunktion erkannt. Die App zeigt daraufhin an, um welchen Hersteller es sich handelt und welche relevanten Informationen, beispielsweise bezüglich der Herkunft, zum Produkt vorliegen. Nun greift der Verbraucher auf eine Datenbank der bekanntesten Online-Anbieter und deren Preise zurück, um abschließend zu entscheiden, ob er den günstigsten Artikel im Fachhandel bereits in der Hand hält oder ob er doch später auf Amazon, Ebay & Co. zurückgreifen sollte. Auch die sogenannten Liveshopping-Angebote werden berücksichtigt, also befristet verfügbare Schnäppchenartikel, die sonst nur über bestimmte Portale auffindbar wären. Allerdings hakt es noch ein wenig an der Bandbreite der aufgelisteten Produktpalette, und viele Konsumgüter aus dem Einzelhandel sind noch deutlich unterrepräsentiert. Dafür punktet die App mit der Übersicht „Lokale Angebote“, die Läden mit besonderen Preisknüllern direkt in der Nähe des eigenen Standorts ermitteln können. Das hilft auch Zugezogenen, die sich über ein Lidl oder Netto unweit ihres Wohnorts informieren wollen.
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Fazit
Billig und gesund – das sind die Ansprüche des Verbrauchers beim Kauf von Lebensmitteln, denen die Industrie nur allzu selten gerecht wird. Doch Apps wie Barcoo und Woabi verfolgen das Ziel, bei undurchsichtigen Herstellerangaben und aufwändigen Preisvergleichen dem Kunden unterstützend zur Seite zu stehen. Das gelingt abzüglich einiger weniger Mängel bei der verfügbaren Auswahl äußerst gut, zumal vor allem das Abscannen des Barcodes die App-Nutzung spürbar erleichtert. Das Bild konzentriert lesender ipad- und iPhone-Nutzer vor dem Fleischgefrierfach und dem Fertigsuppen-Regal wird uns somit wohl bald öfter begegnen.