„Aside“: Erstes iPad-Magazin auf HTML5-Basis gestartetSchon früh hat auch die deutsche Verlagsbranche das Potential mobiler Applikationen für sich entdeckt. So stellen inzwischen zahlreiche Zeitschriften wie „Spiegel“, Focus“, Stern“ oder „Financial Times“ kostenpflichtige Apps zur Verfügung – mit mehr oder weniger großer Resonanz bei den iPad-Nutzern. Nun drängt ein weiteres Magazin auf den heiß umkämpften Markt des Online-Journalismus: „Aside“. Berichte über Teheran, Sushi und wasserdichte Gadgets – das kostenlose Lifestyle-Magazin bietet den Lesern in der ersten Ausgabe gleich einen bunten Themenmix. Die Besonderheit: Um den umstrittenen Zulassungsbedingungen von Apple‘s AppStore zu umgehen, brachten die beiden Berliner Verleger Nico Engelhardt und Johannes Ippen die Zeitschrift auf Html5-Basis heraus.

Die Vorteile liegen für den Leser nicht nur sinngemäß auf der Hand: Das Magazin kann auf sämtlichen Tablets gelesen werden, unabhängig vom jeweiligen Betriebssystem – egal ob iOS, Android Honeycomb oder andere. Zu öffnen ist es ganz leicht über den Webbrowser.
Unterschiede zu einer nativen Zeitschriften-App (z.B. hinsichtlich der Navigation) sind nicht auszumachen. Darüber hinaus punktet das Magazin mit niedrigem Speicherverbrauch und einer Vielzahl an interaktiven Möglichkeiten und aufwändigen Animationen: CD- und Filmkritiken werden durch entsprechende Song- und Filmausschnitte bereichert, Bilder-Slideshows bieten eine wirkungsvolle Ergänzung zu den Artikeln. Nur beim virtuellen Umblättern kommt es noch manchmal zu merklichen Verzögerungen.

Fazit: Es geht auch ohne App. Mit dem „Aside“-Magazin aus Berlin wurde der Beweis erbracht, dass mit HTML5 hochwertige Technologie für Tablets und Smartphones möglich ist, auch jenseits von Apples App-Monopol. Ob es auch höheren journalistischen Ansprüchen gerecht wird, muss jedoch noch bewiesen werden. Immerhin wartet die erste Ausgabe schon mal mit einem echten Highlight auf: Ein beliebig drehbares Flughörnchen in 3D namens Frankie…